Alleinreisende Männer leben im jeweils obersten Stockwerk in 8er WG's mit je 2 Personen in einem Zimmer. Sie haben von ihrem Terrassengang einen guten Überblick über die Anlage.

REUTLINGEN – VENEDIG – FRANKFURT

GWG-Projekt im Deutschen Architekturmuseum (DAM).

Als Teil der Ausstellung „Making Heimat. Germany, Arrival Country“ ist das GWG-Projekt „Variables Wohnen im Storlach“ im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt zu sehen. Die Besonderheit des Projekts ist die Nutzungsflexibilität. Bei der Planung der Flüchtlingsunterkunft war die spätere Umnutzung zu Mietwohnungen bereits berücksichtigt. Die beiden Gebäude im Storlach verfügen insgesamt über 28 Wohneinheiten mit Wohnflächen von 46 bis 90 m², die über außenliegende Treppen und Terrassen zu erreichen sind.

 

Die Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum ist eine Reaktion auf die mehr als eine Millionen Flüchtlinge die 2015 und 2016 nach Deutschland gekommen sind. Sie soll dazu anregen, über Deutschland als offenes Einwanderungsland nachzudenken.

Bevor Flüchtlinge zu regulären Einwanderern werden, sind sie oft in Not- und Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Notwendig sind deswegen langfristige Lösungen, neue Ideen und zuverlässige Konzepte zur Integration.

 

In 2016 war das Reutlinger Projekt bereits Teil der 15. Internationalen Architekturausstellung im deutschen Pavillon in Venedig. Bis zum 10. September 2017 ist die Ausstellung "Making Heimat. Germany, Arrival Country" im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main zu sehen. Führungen finden samstags und sonntags um 15 Uhr statt. Für Interessierte ist der "Atlas of Refugee Housing/Flüchtingsbautenatlas" erhältlich.